von André Ahrens

Zeolith für den Teich: So wirkt der natürliche Schadstoffbinder

Zeolith ist ein natürliches, ökologisches und kostengünstiges Mineral mit einer Vielzahl von innovativen Einsatzfeldern. So wird es zum Beispiel für die Enthärtung von Wasser verwendet. Im Gartenteich eignet sich Zeolith auch hervorragend als natürlicher Schadstoffbinder. Wie das funktioniert, erklären wir in diesem Ratgeber-Artikel. Zudem gibt’s viele Tipps rund die Einsatzmöglichkeiten und den richtigen Umgang mit Zeolith im Teich.

Wie wirkt Zeolith im Teich?

Richtig angewandt (dazu gleich mehr), filtert das dem Feldspat ähnliche Mineral Schadstoffe mithilfe seiner Absorptionskräfte und durch selektiven Ionenaustausch. Es bindet Nitrit und Ammoniak, sorgt für optimale Wasserqualität und hemmt die Entstehung von Phosphat. Durch die eben beschriebene Wirkung wird auch das Algenwachstum reduziert, weil die Algen nicht mehr so viele überflüssige Nährstoffe im Teich vorfinden und ihnen somit die Wachstumsgrundlage entzogen wird. Da ein hoher Nitrit- und Ammoniumanteil im Teich sehr schädlich für die Teichbewohner ist, greifen viele Gartenteichbesitzer besonders gerne zu Zeolith, um die Reduzierung dieser Giftstoffe herbeizuführen. Durch die Verwendung dieses reinen Naturprodukts ohne chemische Zusätze brauchen Sie keine ungünstigen Nebenwirkungen zu befürchten.

Wie kann ich Zeolith verwenden?
Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es?

  • Zeolith ist ein Material, das schön aussieht. Es eignet sich daher wunderbar als Dekoration zum Beispiel für die Gestaltung von Flachwasserzonen, Bachläufen und Pflanzenfiltern.
  • Der Schadstoffbinder kann in Pflanzkörben (statt Teicherde) Verwendung finden.
  • Zeolith kann im Teich als Filtermaterial eingesetzt werden.

Zeolith für den Teich: So funktioniert die richtige Anwendung

Generell gilt: Um Schadstoffe zu binden, braucht es ein bis fünf Kilogramm Zeolith pro m³ Teichinhalt – je nach Belastung und Fischbesatz.

Soll Zeolith im Teich einzig und allein zur Schadstoffbindung eingesetzt werden, kann man Zeolith-Granulat in einen wiederverwertbaren Filtermedienbeutel füllen. Dieser wird dann in die Strömung gehängt und kann von dort einfach neubefüllt werden.


Wann wird welche Zeolith-Körnung empfohlen?

Zeolith-Pulver

  • Wer eine sofortige Wirkung wünscht, sollte dieses extrem feine Pulver großflächig anwenden.
  • Es verbessert die Wasserqualität merklich – eine anfänglich milchige Trübung vergeht innerhalb weniger Tage.
  • Das Zeolith-Pulver verteilt sich durch langsames Absinken im gesamten Teich. Dabei bindet es Schadstoffe und reduziert vor allem Nitrit, Nitrat,
    Ammoniak und Phosphate.
  • Das gesättigte Zeolith-Pulver wird über die Pumpe oder den Bodenablauf zum Filter transportiert und so aus dem Teich entfernt.

Zeolith-Sand 1-3 mm

  • Zeolith-Sand wird empfohlen, wenn es einer speziellen Körnung für Sandfilter bedarf. So zum Beispiel bei geschlossenen Filteranlagen für Pools und Schwimmteiche.
  • Als natürliches Filtermedium entfernt Zeolith-Filtersand Gerüche im Schwimmbadwasser und reduziert den Einsatz von Chlor.
  • Der Sand eignet sich auch sehr gut als untere Schicht im Pflanzfilter.

Zeolith-Granulat 5-10 mm

  • Das optimale Einsatzgebiet des Zeolith-Granulats ist die Verwendung als Füllmaterial für Pflanzenkörbe. Hierfür ist es besser geeignet als Teicherde.
  • Es kann auch nur zur Schadstoffbindung eingesetzt werden, indem man es in einen wiederverwertbaren Filtermedienbeutel füllt und diesen dann in die Strömung hängt.

Zeolith-Kies 5-25 mm

  • Zeolith-Kies macht sich dank seiner schönen Optik besonders gut bei der Gestaltung von Flachwasserzonen und Pflanzenfiltern.
  • Die Verwendung in Filteranlagen ist ebenfalls möglich.

Wann ist der Zeolith im Teich verbraucht?

In der Regel ist Zeolith nach ein paar Wochen gesättigt, was bedeutet, dass das Mineral keine weiteren Schadstoffe mehr binden kann. Wie erkennen Gartenteichbesitzer, dass dieser Zustand eingekehrt ist? Zeolith ist gesättigt, wenn durch Wassertests steigende Werte festzustellen sind. Im Grunde sollte Zeolith, das zur Schadstoffbindung eingesetzt wird, alle zwei Monate getauscht werden. Gesättigt muss das Naturprodukt nicht zwangsläufig aus dem Teich entfernt werden, denn
  • es bietet eine große Ansiedlungsfläche für Bakterien.
  • Pflanzen, die im Zeolith wachsen bzw. wurzeln können teilweise ebenfalls Schadstoffe herausziehen.
  • es dient weiterhin als Dekoration.

Tipp: Gesättigt kann Naturzeolith als organo-mineralischer Dünger dienen. Wird er unter die Erde im Gartenbeet gehakt, nimmt sie Wasser besser auf und ist viel lockerer.