Blaualgen (Cyanobakterien) im Teich bekämpfen - Was hilft?
Jetzt 3% Online-Rabatt bei Bestellungen ab 100€!
11. Feb 2019 von André Ahrens

Blaualgen (Cyanobakterien) im Teich bekämpfen - Was hilft wirklich?

Was sind Blaualgen (Schmieralgen)?

Was als Blaualge (häufig auch Schmieralge) bezeichnet wird, ist streng genommen gar keine Algenart, sondern vielmehr ein Mikroorganismus aus der Familie der Cyanobakterien und gehört damit zu den ältesten Lebewesen unseres Planeten. Blaualgen zählen zu den hartnäckigsten – wenn auch vergleichsweise seltenen – Ärgernissen für Teichbesitzer und können dabei zu einer anhaltenden Gefahr für Fische, Pflanzen und alle anderen Bewohner und Gäste des Teiches werden.

Blaualgen bekämpfen

Unter günstigen Bedingungen sorgt die starke Vermehrungsrate der – sich von Ammonium ernährenden – Blaualgen dafür, dass das Gewässer und all sein Leben bereits nach kurzer Zeit nahezu erstickt werden kann.

Woran erkennt man Blaualgen (Schmieralgen)?

Erkennen lassen sich Blau- oder Schmieralgen an schleimigen, teils stinkenden, dunkelgrünen bis blau-schwarzen Belägen, die sich auf dem Grund, an der Teichwand, auf Pflanzen, Steinen und Technik bilden. Darüberhinaus entsteht ein öliger, schimmernder Film auf der Wasseroberfläche.

Sind Blaualgen (Schmieralgen) giftig?

Auch die weit verbreitete Annahme, dass Blaualgen giftig seien, trifft zum Teil zu – wenn auch nur indirekt. Es sind die Stoffwechselprodukte und vor allem der Zerfall, also das Absterben der Cyanobakterien, bei denen Toxine freigesetzt werden, welche wiederrum die Lebewesen angreifen und töten können. Selbst beim Menschen kann das Schlucken dieser toxischen Stoffe Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen.

 

Ursachen von Blaualgen (Schmieralgen)

Die Hauptursache für den Befall und die Ausbreitung von Blaualgen im eigenen Teich liegt in einem ökologischen Ungleichgewicht begründet. Cyanobakterien können erst gedeihen, wenn ein Überhang an Nährstoffen (vor allem Ammonium, Phosphate und Nitrate) im Wasser vorherrscht, der so eklatant ist, dass der Grad der Überdüngung (Eutrophierung) des Gewässers ein bereits bedenkliches Maß erreicht hat.

Dies wird wiederum durch bestimmte (vornehmlich) externe Einflussfaktoren bedingt. Blütenpollen, Bestandteile von Rasen- oder Pflanzendüngemittel aus dem umliegenden Garten, die über Boden oder Regen in das Wasser des Teiches gelangen, zählen ebenso zum Kreis der möglichen Verursacher wie zu viel direkte Sonneneinstrahlung oder ein sehr starker Zufluss an Regenwasser.

Die unverhältnismäßig starke Verunreinigung des Wassers kann jedoch ebenso sowohl durch einen zu großen Fischbesatz auf zu wenig Raum als auch durch zu große Mengen an Futter verursacht werden. Selbstverständlich leistet ein unzureichender bzw. defekter Filter ebenso einer erhöhten Verschmutzung des Wassers Vorschub.

 

 

Welche Mittel helfen gegen Blaualgen (Schmieralgen) ?

Das beste – und nachhaltigste – Mittel gegen Blaualgen ist eine entsprechende Vorbeuge, denn sind sie erst einmal da, helfen letztlich nur noch handfeste und mühselige Maßnahmen gegen die hartnäckigen Bakterien.

Kontrolle der Wasserwerte

Eine regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte bzw. der Wasserqualität ist äußerst nützlich, um ein sich anbahnendes ökologisches Ungleichgewicht frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren. Einem Überhang an Phosphat könnte etwa mit KOIPON® Bio-Phosphat-Ex begegnet werden. Aber auch KOIPON® Pon-Vital kann die Wasserwerte im Vorfeld entscheidend stabilisieren. Ammonium, die Hauptnahrungsquelle der Cyanobakterien lässt sich mit Mithilfe von Ammoniumbindern minimieren.  

Überprüfung von Anzahl der Fische und Futtermenge

Natürlich zählt vor allem die Minimierung der externen Einflussfaktoren für Blaualgen zu den maßgeblichen Präventionsmaßnahmen. Dementsprechend sollte nicht nur die Anzahl der Fische im Verhältnis zum vorhandenen Platz überprüft und kritisch hinterfragt werden, sondern auch die Menge des Futters. Bleibt selbst nach mehreren Minuten noch einiges an Futter übrig, sollte die Dosierung reduziert werden, um der Verschmutzung des Wassers entgegen zu wirken. Zu viel direkte Sonneneinstrahlung ließe sich zwar auch mit einem Sonnensegel oder –schirm in Zaum halten, Pflanzen und Pflanzeninseln liefern jedoch ebenso Schatten und sorgen dabei zusätzlich für den im Teich so wichtigen Nährstoffausgleich, was wiederum Grünalgenarten wie den Schwebealgen oder Fadenalgen vorbeugt.

Teich reinigen

Auch die Reinigung des Teiches und des Wassers ist ein wichtiger Faktor. Wenn vorhanden, sollten Funktion und Kapazität der Filteranlage überprüft werden. Wenn nicht vorhanden, sollte eine Anschaffung spätestens bei Algenbefall in Erwägung gezogen werden. Ablagerungen, Feststoffe, Reste von Blättern und Algen müssen regelmäßig manuell entfernt werden. KOIPON® Oxalit eignet sich, um solcherlei Abfallprodukte und Bodenmulch vom Grund aufzuschwemmen. Anschließend lassen sie sich von der Wasseroberfläche entfernen.

Blaualgen entfernen & mit Mitteln bekämpfen

Im Falle eines bereits vorhandenen bzw. fortgeschrittenen Blaualgenbefalls bleiben dem Teichbesitzer – neben dem Wiederherstellen des ökologischen Gleichgewichts – letztlich nur Radikalmaßnahmen. Das vollständige Entfernen der Algen und Algenreste am Grund bei abgelassenem Wasser kann ebenso notwendig sein wie eine gründliche Desinfektion des Teichbodens und der Teichwände. In weniger drastischen Fällen kann auch die Bekämpfung der Blaualgen mit Algiziden wie dem KOIPON® Algenvernichter Teich-Multi. Mithilfe von Ammoniumbindern lässt sich zudem die Nahrungsgrundlage der Cyanobakterien mindern.

zur Übersicht